Klinisches Entscheidungshilfsmittel. Ersetzt nicht das Urteil eines Arztes.
Referenz
Pibarot P, et al. ESC Guidelines for the management of valvular heart disease. 2025.
DOI LinkESC/EACVI 2025
Mitralinsuffizienz Schweregrad
Echokardiographische Graduierung der Mitralinsuffizienz (MI) basierend auf qualitativen und quantitativen Kriterien.
Ärztlicher Leiter des MVZ · Klinikum Lippstadt · DEGUM-Ausbilder Stufe II
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Echokardiographische Graduierung der Mitralinsuffizienz (MI) basierend auf qualitativen und quantitativen Kriterien.
Mitralinsuffizienz – Schweregrad (ASE 2017, kompakt)
Generell spricht ein transmitrales E/A Verhältnis (PW Doppler) < 1 gegen eine hochgradige Mitralinsuffizienz, Gleiches gilt meistens auch, wenn die Mitralinsuffizienz nur kurz innerhalb der Systole zu sehen ist (non-holosystolische MI). Liegen diese Kriterien nicht vor, sollte die Schwere der Mitralinsuffizienz nach einem integrativen Ansatz beurteilt werden, möglichst unter Berücksichtigung von folgenden 6 pathologischen Kriterien:
- Flail leaflet
- Weiter linker Ventrikel mit normaler EF
- MI-Jet füllt > 50 % des Vorhofs (gilt nur für zentrale Insuffizienzen)
- Vena contracta > 7 mm
- PISA-Radius > 10 mm (Aliasing Frequenz 30-40 cm/s)
- Systolische Flussumkehr in mind. 2 Pulmonalvenen
Hochgradige Mitralinsuff, wenn:
- Mind. 4 Kriterien vorliegen
- Mind. 3 Kriterien vorliegen und eine EROA nach PISA von mind. 0.3 cm2 vorliegt oder ein Regurgitationsvolumen (PISA oder nach quantitativer Methode) von mind. 45 ml
- Mind. 2 Kriterien und eine EROA von mind. 0.4 cm2 bzw. ein Regurgitationsvolumen von mind. 60 ml
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Empfohlene Zitierweise
Kirsch C. Mitralinsuffizienz Schweregrad. echokardio.de; 2026. Verfügbar unter: https://echokardio.de/de/rechner/mr/
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